Kaiser Josef II. ließ die ca. 290 ha große Festung Josefov errichten. Sie sollte dem Schutz Böhmens vor den preußischen Armeen dienen. Von der Grundsteinlegung 1780 dauerte es 7 Jahre bis zu ihrer Fertigstellung. Josefov war aber nach ihrer Fertigstellung nie Schauplatz von kriegerischen Auseinandersetzungen und wurde bis 1888 nur als Festung genutzt. Danach war das gigantische Areal noch 100 Jahre lang Garnisonsstadt. Selbst unter der Festung legte man ein Verteidigungssystem an. Dazu höhlte man ein Labyrinth von Gängen mit einer Länge von rund 45 km in zwei bis drei Stockwerken aus und mauerte diese aus. Die Festung Josefov wird kontinuierlich gepflegt und instandgesetzt. Sehenswert sind die Kirche der Festung mit ihrem weithin sichtbaren Turm, die mächtigen Burgwälle, die Hauptkommandantur, das Krankenhaus, die Rüstungskammer und die Artilleriekaserne.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die Gestaltung der Fassaden Ausdruck wirtschaftlichen Wohlstandes. So schmückte man die Gebäude der Stadt Náchod im Stil der Neo-Renaissance mit Wandmalereien, sogenannten Sgraffiti. Eines nach der Vorlage von Mikoláš Aleš ist am Neuen Rathaus zu bewundern. Insgesamt sind 22 dieser faszinierenden Wandmalereien an 15 Häusern erhalten geblieben. Zur Stadt Náchod gehört auch ein Barockschloss mit Hungerturm, Bärenzwinger, gotischen Kellerräumen und französischem Garten. Im Schloss Náchod ist die Kunstsammlungen der Familie Piccolomini untergebracht. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt Náchod sind z. B. die St.-Laurentius-Kirche mit zwei Zwiebeltürmen, die Dreifaltigkeitssäule und der Pranger.
Die aus mächtigen Sandsteinquadern erbaute mittelalterliche Burg Kost liegt, umgeben von drei Tälern, auf einem Hügel des Böhmischen Paradieses, einer Mittelgebirgslandschaft im Nordosten Tschechiens. Die umliegenden Teiche, Sümpfe und Wälder boten der Burg Schutz. Unterhalb der Burg Kost liegt das malerische Tal Plakánek mit dem Klenice-Bach und dem Teich Obora, umsäumt von Sandsteinfelsen. Erstmals 1349 erwähnt wurde die Burg Kost durch die verschiedenen Besitzer bis in das Jahr 1576 ständig erweitert. Heute zählt die eindrucksvolle Burg Kost zu den besterhaltendsten Burgen des Landes.
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