Der Gebirgszug Böhmerwald-Šumava, dessen Kämme die Länge
von annähernd 125 Kilometern erreichen, wird das ganze
Jahr hindurch von unzähligen Anhängern gemäßigterer
Formen von Touristik und Freizeit- und Erholungssport aufgesucht.
Der überwiegende Teil des Gebirgszuges, der dank seines
außergewöhnlichen Naturwertes mit Recht „Grünes
Dach Europas" genannt wird, gehört auf der tschechischen
Seite zum Naturpark Šumava, auf der deutschen Seite zum Nationalpark
Bayerischer Wald. Von der UNESCO wurde das gesamte Gebiet
als Biosphärenreservat qualifiziert.
Die ruhigen, zumeist bewaldeten Bergkämme des Böhmerwaldes
können an manchen Stellen als Hochplateau bezeichnet
werden. Durch dieses Relief vorbestimmt, sind sie insbesondere für echte Skitouristik geeignet: Touristische Skirouten
verbinden die beiden bekanntesten Skizentren des Böhmerwaldes
- Železná Ruda und Zadov - mit den kleineren Gebirgsdörfern
wie Srní, Modrava, Kvilda, Nové Hutě, Kubova
Huť und Strážný. Das bekannteste von
den hiesigen Langlaufzentren im Böhmerwald ist ohne Zweifel die Gemeinde
Zadov. Dort gibt es wunderschöne präparierte Loipen
wie auch eine ganze Reihe touristischer Skiwege, die ebenfalls
präpariert werden und Dutzende Kilometer lang sind. Dank
ihrer Streckenführung bringen sie dem Skifahrer nicht
nur ein Sporterlebnis, sondern ermöglichen auch das Kennenlernen
besonders schöner Naturszenerien.
Zadov gilt aber zusammen
mit der benachbarten Gemeinde Nové Hutě als das
zweitwichtigste Zentrum des alpinen Skisports nach Železná Ruda.
Als Skiareal verfügt es daher über ein in der Tat
komplexes Angebot.
In den meisten übrigen Gebirgsdörfern des Böhmerwaldes
sind die Bedingungen für den alpinen Skisport durch das
Geländerelief limitiert. Da die Berge und Hügel
zumeist abgerundet sind, sind die Abfahrten in der Regel relativ
kurz und die Skiareale von einer intimeren Atmosphäre.