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Die Hauptstadt PragPrag war schon jahrhundertelang Knotenpunkt der Handelswege und ein Treffpunkt von Menschen verschiedenster Nationen. Hier trafen sich Kaufleute, Architekten, Bildhauer aber auch Musiker, Schriftsteller und Wissenschaftler, die die Stadt geprägt haben. Die über 2000 Denkmäler Prags zeigen, daß die Hauptstadt der Tschechischen Republik ein bedeutendes städtisches Denkmalreservat und wichtiges Kulturgut Europas ist. So wurde auch der Stadtkern in die UNESCO-Liste des Weltkultur- und -naturerbes eingetragen. |
Die Karlsbrücke ist nach ihrem Gründers Karls IV. benannt und war lange Zeit die einzige Verbindung der beiden Moldauufer. Die von 16 Pfeilern getragene Konstruktion ist über 500 Meter lang und wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Die Steinmetze Brokoff und Braun schmückten die imposane Brücke im 18. Jahrhundert mit Statuen und Statuengruppen, so daß die Heiligenfiguren wie in einer großen Freiluftgalerie erscheinen.

Die Prager Burg mit ihren Kirchen, Palästen, Innenhöfen, Kapellen, Straßen, Plätzen, Mauern und Türmen der mittelalterlichen Befestigung und dem Dom kann auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurückblicken. Das Wahrzeichen der Stadt ist heute Sitz des Präsidenten der Tschechischen Republik und ein bedeutendes Nationalkulturdenkmal. Ihre Gründung geht auf das im 9. Jahrhundert zurück, als sie Sitz und Zentrum der böhmischen Fürsten und Könige wurde. Der aufmerksame Besucher sieht den atemberaubenden Mix der verschiedenen Baustile: der Alte Königspalast und die Georgsbasilika als Zeugnis der romanischen und der St. Veitsdom mit der St. Wenzelskapelle als Zeugnis der gotischen Epoche. Der monumentale Vladislav-Saal, ein Teil des Alten Königspalastes, zeigt den Übergang von der Gotik zur Renaissance; und das Lustschloss der Königin Anna im Königsgarten ist ein Renaissancebau höchster Vollendung. Die Moderne wird repräsentiert durch die Fertigstellung des St. Veitsdoms und die Umgestaltungen der Prager Burg durch die Architekten Plečnik, Rothmayer und weitere. Auf jeden Fall lohnt sich ein Besuch der Prager Burg mit ihren Sehenswürdigkeiten, Sammlungen, Ausstellungen, aber auch die Gärten und Gartenterrassen, von denen man eine phantastische Aussicht auf Prag geniesst.

Zu den meist besuchten Prager Plätzen zählt der Altstädter Ring, denn auf ihm sind mehrere historische Wahrzeichen, wie das Altstädter Rathaus, die gotische Teynkirche mit ihrer barocken Innenausschmückung, die Barockkirche St. Niklas, das Rokokopalais Kinsky, das Haus „Zur steinernen Glocke“ im gotischen Stil, sowie das Jugendstildenkmal von Jan Hus zu finden. Ein besonderer Anziehungspunkt ist die berühmte Aposteluhr aus dem Jahre 1410 und das Kalendarium von J. Mánes aus dem 19. Jahrhundert. Beide können außen am Altstädter Rathaus bewundert werden. Das Rathaus stammt aus dem 14. bis 16. Jahrhundert und besitzt einen gut erhaltenen Innenraum der Alten Ratsstube und eine gotische Erkerkapelle.
Die St. Niklaskirche ist ein herausragendes Bauwerk des böhmischen Barock. Der Architekt Dientzenhofer erschuf die Front und einen Teil des Schiffes, und Ignaz vervollständigte den Bau im 18. Jahrhundert. Im Inneren können die prunkvolle Innenausschmückung, ein Deckenfresko und große Statuen besichtigt werden.
Am rechten Moldauufer steht das Prager Nationaltheater, welches nach einem Entwurf von Zítek und Schulz im Neurenaissancestil erbaut, jedoch nach einem Brand ein zweites Mal errichtet wurde. Hier wurde unter anderem auch Smetanas Oper „Libuše" uraufgeführt. Bedeutende tschechische Künstler wurden mit der Ausschmückung des aus öffentlichen Sammlungen finanzierten Prager Theaters betraut. Die „Neue Szene" – ein moderner Theateranbau – stammt aus dem Jahr 1983.

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