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Die Region Pardubice ist voll von großen und kleineren Städten mit mittelalterlichen Stadtkernen und architektonischen Denkmälern, die eingebettet sind in eine landschaftlich schöne und romantische Umgebung. Die Schönheiten der Natur kann man im Vorgebirge des Adlergebirges und dem Massiv des Králický Sněžník, der Böhmisch-Mährischen Höhe, dem fruchtbare Elbtal, an den Ausläufern der Gebirge Železné hory und Žďárské vrchy genießen.
Die Region Pardubice brachte im Laufe der Jahrhunderte viele bedeutende Persönlichkeiten hervor, die auch weit über die Region hinaus wirkten. Da waren bedeutende Männer wie der erste Prager Erzbischof, der Diplomat Arnošt von Pardubice und der Magnat Vilém von Pernstein, die großen Einfluss auf die Entwicklung der gesamten Region nahmen. Die Erfinder Václav und František Veverka aus Rybitví bei Pardubice erfanden den Sturzpflug und verbesserten eine Vielzahl von landwirtschaftlichen Geräten. Sie revolutionierten damit die bis dahin primitiven Geräte in Europa und Amerika. Zu nennen sind auch der Flugpionier Jan Kašpar und Josef Ressel, der die Wasserschraube erfand. Unter den Künstlern sind besonders die Komponisten Bedřich Smetana und Bohuslav Martinů, der Geigenvirtuose Jaroslav Kocián, der Schriftsteller Jan Nepomuk Štěpánek und der Architekt Josef Gočár, ein Vertreter des tschechischen Kubismus, hervorzuheben.
Das heutige Pardubice ist vor allen Dingen ein Zentrum des Handels und der Industrie. Die im östlichen Elbtal gelegene Stadt wird auch „Lebkuchenstadt" genannt.
Der mittelalterliche Kern der Stadt ist denkmalgeschützt. Um den berühmten Pernsteinplatz reihen sich Häuser aus der Zeit der Gotik und Renaissance. Hier stehen auch die Pestsäule und das Neurenaissancerathaus. Die in der Mitte des 14. Jahrhunderts von dem ersten Prager
Erzbischof Arnošt von Pardubice gegründete Kirche Mariä Verkündigung ist eine der ältesten Bauten in der Stadt. Die Bartholomäuskirche stammt aus dem 16. Jahrhundert. In ihrem Chorraum liegt das Renaissancegrabmal von Vojtěch von Pernstein. Das Wahrzeichen der Stadt Pardubice ist eine im 13. Jahrhundert erbaute Festung, die erst zu einer Wasserburg und im 16. Jahrhundert im Besitz derer von Pernstein im Stil Spätgotik und Renaissance umgebaut wurde. Unter deren Herrschaft gelangte Pardubice zu kultureller und wirtschaftlicher Blüte.
Aus dieser Zeit stammt auch das Grüne Tor. Das gesamte Schlossarealvon Pardubice steht zur Besichtigung frei. Wertvolle Wandfresken befinden sich in den Sälen aus der Frührenaissance. Ausstellungen zeigen alte Waffen, modernes Glas und tschechischer Kunst des 20. Jahrhunderts. Das Haus „Zum Jonas" ist Sitz der Ostböhmischen Galerie Pardubice.
Die Gebäude, die nach Entwürfen der Architekten Josef Gočár und Ladislav Machoň entstanden, sind Vertreter der modernen Architektur in der Stadt. Die Stadt Pardubice ist Austragungsort so bedeutender Sportveranstaltungen wie das Speedwayrennen „Goldener Helm " (Zlatá přilba) oder das Pferderennen „Große Steeplechase von Pardubice".
Am Lauf des Flusses Divoká Orlice wurde im 13. Jahrhundert eine Burg erbaut, die Jahre später von einem Heer der Schlesier ausgeplündert wurde. Ihre heutige Gestalt im gotischen Stil erhielt sie bei dem durch König Jiří von Poděbrady veranlassten Umbau. Das erste Tor der Burg Litice ist mit Figurenreliefs geschmückt. Das mittlere von ihnen stellt König Jiří dar. Im Südpalast ist eine kleine Ausstellung untergebracht. Eine schöne Aussicht in die Umgebung bietet der Turm.
Am Fuße des Mittelgebirges Železné hory stand ursprünglich eine gotische Festung. Die spätere Renaissancegestalt wurde bei Umbauten am Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts im neugotischen Stil umgestaltet. Seit 1947 ist das Schloss Slatiňany Sitz des hippologischen Museums. Dort werden mehr als 2000 Exponate, die die Geschichte der Pferdezucht dokumentieren, in Bildern, Grafiken, Plastiken, Porzellan und Wandteppichen, aber auch in Gebrauchsgegenständen aus der Zucht, wie Sattel oder Pferdegeschirre, gezeigt. Zum Schloss Slatiňany gehört ein ausgedehnter englischer Park mit seltenen Hölzern und einem Gehege für Przewalski-Pferde und die Rappen von Kladruby.
Die ursprüngliche Burg Kunětická Hora entstand an einem Ort, an dem sich Menschen nachweislich bereits in der jüngeren Steinzeit niedergelassen haben. Sie wurde im 15. Jahrhundert von den Hussiten auf einem ihrer Kriegszüge niedergebrannt. In den Besitz derer von Pernstein gelangt, ließen diese eine einmalige Residenz im Stil der Spätgotik erbauen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Ort zu einem kulturell- religiösen und politischen Veranstaltungsort und zu einem beliebten Ausflugsziel. Heute dienen die Burgräume von Kunětická Hora als Ausstellungsräume für archäologische Sammlungen.
Die Geschichte eine der ältesten Städte, die am Trstenická-Handelsweg gegründet wurde, und die Böhmen mit Mähren verband, geht weit zurück. Sie ist verbunden mit der Geschichte des Geschlechts der Slavnik, dem Premonstratenserkloster und dem Bistum, später mit dem Sitz und der Druckerei böhmischer Brüder und dem bedeutenden Geschlecht von Pernstein. Das Renaissanceschloss von Litomyšl mit dem besonders wertvollen Schlosstheater aus dem 18. Jahrhundert wurde in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Im Jahre 1824 wurde in der Brauerei des Schlosses der weltberühmte Komponist Bedřich Smetana geboren. Ihm zu Ehren wird jährlich das bedeutende „Smetanova Litomyšl" Musikfestspiel veranstaltet. Auch auf Grund ihrer Geschichte ist die Stadt Litomyšl heute ein bedeutendes Kultur- und Bildungszentrum.
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