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Die Region Olmütz (Olomouc)
Der geschichtliche und kulturelle Reichtum der Region zeigt sich nicht nur in den zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die den Besucher in Museen, Burgen, Schlössern, Parkanlage erwarten. Vor allem in den Orten Bludov, Lázně Jeseník, Lipová-Lázně, Slatinice, Teplice nad Bečvou und Velké Losiny pflegt man auch eine lange Bädertradition mit einer hervorragenden medizinische Fachbetreuung, die der sauberen Umwelt, der erholsamen Natur und den freundlichen Menschen zu verdanken ist. Vor allem die Urlaubslandschaften Mittelmährens und des Altvatergebirges laden zu einem schönen Aufenthalt ein, denn Naturschutzgebiete und Tropfsteinhöhlen bieten dem Besucher ganz besondere Naturerlebnisse. Die Burgen Bouzov, Šternberk, Tovačov, Helfstýn prägen den malerischen Charakter der Landschaft.
Eine Anreise in die Region ist mit dem Flugzeug, Auto oder der Bahn möglich. Die Olmützer Region besteht aus den fünf Kreisen Prostějov, Olomouc, Přerov, Šumperk und Jeseník, in denen eine reiche Folkloretradition gepflegt wird. Davon zeugt auch das Hannakische Freilichtmuseum in Příkazy. Lebendige Traditionen kann man auch in Loštice bei der Quargelherstellung erleben. Nach Besichtigung seiner traditionellen kann der Besucher die Ergebnisse direkt vor Ort verkosten. Der Kurort Velké Losiny hat nicht nur ein sehenswertes Schloss. Seine bedeutendste Kostbarkeit ist Mitteleuropas älteste Manufaktur zur Papierherstellung, in der bis heute in traditioneller Art hochqualitätives handgeschöpftes Papier hergestellt wird.
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Die mittelalterliche Burg Helfstýn wurde zum bekannten Treffpunkt von Kunstschmieden unter der Bezeichnung Hefaiston. Das städtische Denkmalreservat und die Dreifaltigkeitssäule in Olomouc (Olmütz) wurde in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen. In Olomouc findet auch die jährliche Blumen- und Gartenmesse „Flora“ statt. Auch in anderen Städten, wie zum Beispiel Hranice, Jeseník
, Kostelec na Hané, Litovel, Přerov, Prostějov, Šternberk, Šumperk, Uničov oder Velké Losiny sind die unterschiedlichen baugeschichtlichen Sehenswürdigkeiten zu bewundern. In fast jedem Ort der Region findet man wunderschöne und bedeutende kirchliche Bauten. Beispielhaft seien hier nur aufgeführt die Kirche Mariä Heimsuchung auf dem Berg Svatý Kopeček, der Erzbischöfliche Palast und das Kloster Hradisko in Olmütz, der St. Moritzdom und der St. Wenzelsdom. Die Region mit der flache Landschaft Mittelmährens ist ideal geeignet für Radwanderungen. Hier findet jeder das Richtige für sich. Ein dichtes Netz an gut markierten Radwegen verbindet Lokal- und Regionalradwegn sowie zwei Fernradwege miteinander - den Bernsteinradweg und den Mährischen Radweg. Das landschaftliche Gegenstück ist der gebirgige Norden der Region, das Altvatergebirge (Hrubý Jeseník). Dieses Wintersportparadies bietet sowohl für Anfänger, als auch für anspruchsvolle Sportlern ideale Bedingungen mit seinen ausgedehnten Gebieten für alpines Skifahren und Skilanglauf. Die höchstgelegene D-Zug-Station Tschechiens, der Bahnhof in Ramzová, ist Ausgangpunkt für viele Aktivitäten von Natur- und Sportliebhabern.
Hauptstadt der Region: Olomouc 
Olomouc mit seiner reichen Kultur- und Bildungstradition - die Universität ist die Zweitälteste in den Böhmischen Ländern - ist bereits seit dem Mittelalter das Zentrum Mittelmährens. Der Teil von Olomouc, in dem noch heute besonders viele Schätze der Baukunst erhalten sind, wird als städtisches Denkmalreservat geschützt. Dazu gehört auch ein außergewöhnliches Ensemble aus sechs Barockbrunnen im historischen Stadtkern. Die astronomische Uhr aus 15. Jahrhundert im Rathausgebäude am Platz Horní náměstí ist wohl die am häufigsten besuchte und beliebteste Sehenswürdigkeit der Stadt. Auf dem Platz vor dem Rathaus steht die Dreifaltigkeitssäule. In Mitteleuropa ist sie die größte barocke Statuengruppe.
Ein geschichtsträchtiger Ort ist der St. Wenzelsdom. Hier wurde im Jahre 1306 der letzte Przemyslide Wenzel III. ermordet. Der elfjährige Mozart komponierte hier knapp 500 Jahre später seine 6. Sinfonie. Franz Josef I. bestieg im hiesigen erzbischöflichen Palast den österreichischen Thron. Im 11. Jahrhundert entstand das älteste mährische Kloster Hradisko, das in der Barockzeit zu einem Gebäude mit vier Flügeln umgebaut wurde. Dieser großartige Komplex liegt in der Vorstadt von Olomouc. Im Frühling und am Ende des Sommers wird in den Parkanlagen um den historischen Stadtkern die „Flora Olomouc“, eine internationale Ausstellung für den Ziergartenbau, veranstaltet. Der Besucher soll hier einen umfassenden Einblick in die Welt der Blumen und Ziergehölze, in die Gartenarchitektur und in die Kunst des Blumenbindens erhalten. Im historischen Stadtkern befindet sich auch der botanische Garten mit dem Palmen- und Kakteenhaus mit seltenen Pflanzenarten.
Die Burg Bouzov
Die Burg Bouzov stammt aus dem 13. Jahrhundert. Im Laufe ihrer wechselhaften Geschichte diente sie den Hussitenführern als Stützpunkt. In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges verödete die Burg, aber im 19. Jahrhundert erwachte die Burg zu neuem Leben, als sie vom Deutschritterorden im neugotischen Stil umgebaut wurde. Die wirkungsvolle Kulisse der Burg mit ihrem typisch romantischen Aussehen wurde in mehreren Märchenfilmen genutzt. Bemerkenswert und überaus interessant ist auch die alte Schlossküche mit einer kuriosen technischen Einrichtung aus dem 19. Jahrhundert.
Die Burg Helfštýn
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde gotische Burg Helfštýn erbaut. Im Laufe der Jahrhunderte entstand durch Umbauten eine ausgedehnte Festungsanlage, um die im 18. Jahrhundert ein System von Schutzwällen errichtet wurde. In die mächtige Burg führen sechs Tore. Die Burg selbst besteht aus mehreren Burghöfen und Türmen sowie einer Vielzahl von Gebäuden. In der letzten Augustwoche jeden Jahres finden auf der Burg die Hefaiston-Tage statt. Sie sind ein Treffpunkt für Kunstschmiede, die hier ihr Können zur Schau stellen. Der Besucher kann dabei das künstlerische Schaffen direkt verfolgen. Sowohl in der Burg als auch im Freien ist eine besondere Sammlung von Kunstschmiedearbeiten ausgestellt.
Der Wallfahrtsort Svatý Kopeček
An diesem Wallfahrtsort bei Olomouc wurde im 17. Jahrhundert ein Kapelle errichtet, die während des Dreißigjährigen Krieges zerstört wurde. Auf ihren Fundamenten wurde die Barockkirche Mariä Heimsuchung erbaut. Diese viel besuchte Wallfahrtskirche wurde bei dem Besuch des Papstes Johann Paul II im Jahre 1995 zu einer Basilika minor erklärt.
Das Schloss Velké Losiny
Das Renaissanceschloss bestand ursprünglich nur aus einem halbrunden Bau mit einem bemerkenswerten achteckigen Turm mit sechs Stockwerken. Drei weitere Flügel wurden erst in der Barockzeit angebaut. Es war lange Zeit im Besitz des Geschlechts der Žerotin. Im 17. Jahrhundert fanden hier grausame Hexenprozesse statt. Berühmt ist das Schloss auch durch die Legende über die Weiße Frau von Velké Losiny. In den Räumen des Schlosses sind heute
reiche Sammlungen von Bildern, Gobelins und Waffen ausgestellt.