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Der Kreis Semily ist sehr klein, aber durch das Naturschutzgebiet „Böhmisches Paradies“ sehr bekannt. Hier gibt es ausgedehnte Wälder mit Teichen, umgeben von Felsengebilden, bizarren Sandsteinfelsen und der mittelalterlichen Burgruine Trosky.
Angrenzend liegt der Kreis Jablonec nad Nisou. Hier liegt das Isergebirge mit dem ausgedehnten Granitmassiv, das bis an das Riesengebirge reicht. Durch das Gebirgsmassiv fließen die Flüsse Jizera, Lužická Nisa und Smědá. Der Wasserreichtum ist auch der Grund für das Entstehen von Moorgebieten wie z.B. „Na Čihadle" und „Velká jizerská louka".
Die Besonderheit der Stadt Jablonec nad Nisou sind ihre Aussichtstürme. Die aus unterschiedlichen Materialien, wie Holz, Stein oder Metall errichteten Türme mit den Namen Bramberk, Černá Studnice, Kopanina, Královka, Petřín, Prosečský hřeben, Slovanka, Špičák, und Štěpánka bieten unterschiedliche Aussichten auf die Stadt und ihre Umgebung.
Der Kreis Liberec war bereits vor dem Zweiten Weltkrieg eines der bedeutendsten Industriezentren. Auch heute überwiegt hier, so wie in der ganzen Region, die industrielle Produktion gegenüber der Landwirtschaft. Von Bedeutung ist auch die Lage der Region Liberec an den Grenzen zu Deutschland und Polen. Die Region Liberec kann mit Natur- und Kulturdenkmälern aufwarten, mit Burgen und Schlössern wie Frýdlant und Lemberk. Die Buchen-und Mischwälder in den niedrigen und mittleren Lagen oder die ausgedehnten Sümpfe und Quellgebiete sind von großer ökologischer Bedeutung und besitzen einen hohen Erholungswert.
In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts war die Wasserburg Lipá im Besitz der Familie von Ronov. In dieser Zeit begann sich die in der Vorburg befindliche slawische Ortschaft zu einer Stadt; dem heutigen Česká Lípa zu entwickeln. Im 14. Jahrhundert verwaltete Jindřich von Lipá das Königtum Böhmen während der Abwesenheit Johanns von Luxemburg.
Auch die Burgen Bezděz und Sloup und das Schloss Zákupy haben eine reiche Geschichte
Der Mácha-See und seine Umgebung sind vor allem in den Sommermonaten ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel. Der See ist nach dem tschechischen Dichter Karel Hynek Mácha benannt.
Die Region Liberec gehört zu den touristisch am besten entwickelten Regionen Tschechiens.
Liberec ist eine der größten Städte der Tschechischen Republik. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Fernseh-und Aussichtsturm mit Restaurant auf dem Berg von Ještěd.
Im historischen Stadtzentrum findet man Gebäude aus unterschiedlichen Epochen. Die dreistöckigen Fachwerkhäuser mit einem Laubengang, Wallensteiner Häuser genannt, bilden den Restbestand der historischen Bebauung aus dem 17. Jahrhundert. Einen Baustil jüngerer Geschichte vertreten eindrucksvoll das Neurenaissance-Rathaus und das Theater von F. X. Šalda. Ein besonderer Vertreter der modernen Architektur ist der „Bau der Versöhnung“. Er verbindet eine Bibliothek mit einer Synagoge. Das Ensemble hat sich zu einem bedeutenden Kultur- und Bildungszentrum entwickelt. Eine architektonische Besonderheit ist auch das Nordböhmische Museum. Ein Besuchermagnet in Liberec ist der über einhundert Jahre alte botanische Garten. In den weitläufigen Treibhäusern werden tropische und subtropische Pflanzen gezüchtet. Die Stadt besitzt auch den ältesten Zoo der Republik, wobei der seltene Schneetiger die größte Rarität unter den rund 150 Tierarten darstellt.
Die Burg Bezděz, die im 13. Jahrhundert entstand, ist eine der wenigen mittelalterlichen Burgen, die in ihrer ursprünglichen Gestalt und mit ihr auch der gotischen Stil erhalten blieb. Ihre romantische und geheimnisvolle Ausstrahlung regte seit jeher die Phantasie verschiedenster Künstler an. Die Burg Bezděz diente sowohl zu Schutz- als auch Repräsentationszwecken. Als architektonisch besonders wertvoll gilt die Burgkapelle mit einem Umgang.
Auf zwei steil aufragenden Felsen zeichnet sich die Silhouette einer Burgruine ab. Dieses Bild ist eines der wichtigsten Symbole des Böhmischen Paradieses. Die im 14. Jahrhundert gegründete Burg Trosky war durch eine dreifache Befestigung und ein System von Toren geschützt. Dies machte diese Burg auf Grund ihrer Lage fast uneinnehmbar. Die beiden Türme, zwischen denen sich die Wirtschafts- und Wohngebäude befanden, werden ihrer Form wegen Jungfrau und Altes Weib genannt.
Die Basilika wurde gegen Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts anlässlich der Seligsprechung von Zdislava von Lemberk errichtet. Mit ihrer Kuppel und den zwei Türmen ist sie das Wahrzeichen der kleinen Stadt Jablonné v Podještědí. Unter den zahlreichen Statuen der Basilika St. Zdislava befindet sich eine besonders wertvolle gotische Madonna.
Das Barockschloss Sychrov wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Besitz der Familie Rohan, einem französischen Adelsgeschlecht, im neugotischen Stil umgestaltet. Das Mobiliar und die Ausstattung der Räume sowie die wertvoll geschnitzte hölzerne Wandvertäfelung, blieben im Original erhalten. Im Schloss Sychrov wird eine der größten Sammlungen der französischen Porträtkunst gezeigt. Ein ausgedehnter englischer Park mit seltenen und ausgesuchten Gewächsen umgibt das Schloss.
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