Im 16. Jahrhundert wurde die einstige gotische Burg zu einem prachtvollen Renaissanceschloss umgebaut. Weitere bauliche Veränderungen erfuhr der Bau in der Barockzeit. Neben vielen anderen Elementen aus der Renaissance blieben jedoch z. B. die Arkaden am Hof oder der Uhrturm erhalten. Sein einzigartiges Aussehen erhält das Schloss auch durch seinen Grundriss in Form eines Kreissegmentes. Die Innenräume sind mit wertvollen Wandmalereien aus dem Rokoko und reichem Mobiliar aus dem 18. und 19. Jahrhundert ausgeschmückt. Auch die Gemäldegalerie mit Bildern alter europäischer Meister ist sehr sehenswert.
Die Stadt Opava ist seit je her ein kulturelles und industrielles Zentrum des tschechischen Teils Schlesiens. Ihre Geschichte geht bis in das 13. Jahrhundert zurück, als sie an der Kreuzung wichtiger Handelswege entstand. Die Kirche Mariä Himmelfahrt aus dem Ende des 13. Jahrhunderts, im Stil der schlesischen Backsteingotik erbaut, gehört zu den architektonischen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Alte Landtag mit der St. Adalbertkirche, ein ehemaliges Jesuitenkolleg, gehört zu den größten kirchlichen Bauten in Mähren. In diesem befindet sich heute das Landesarchiv. Das Renaissanceturm „Hláska" um die Neurenaissancegebäude des Rathauses prägen das Bild von Opava. Das Schlesische Landesmuseum ist eines der ältesten der Tschechischen Republik.
Der Ort mit seiner zeitgenössischen Architektur ist einer der modernsten der Region. So wurde das einzigartige Gebäude der Jodsanatorien einige Male mit Preisen ausgezeichnet. Mit Hilfe von jod- und bromhaltigem Mineralwasser werden Kreislauferkrankungen, neurologische Krankheiten und gynäkologische Beschwerden behandelt.
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