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Die Serpentinsteppe bei MohelnoEin sehr bedeutendes Naturschutzgebiet der Region ist die Serpentinsteppe bei Mohelno. Das Mineral Serpentin bildet den geologischen Untergrund dieser außergewöhnlichen Steppe. Durch die Lage an einem südlichen Hang hat das Erdreich hier im Vergleich zur Umgebung eine um etwa 10° C höhere Temperatur und bietet wärmeliebenden Tierarten einen seltenen Lebensraum. Durch ihre besondere mineralische Zusammensetzung bringt diese Steppe Pflanzen in Zwergform hervor. Ein Lehrpfad und der sich im Tal schlängelnde „Teufelsschwanz“ runden das Naturerlebnis ab. |
Die Böhmisch-mährische Höhe erstreckt sich über die ganze Region Vysočina. Im Zentrum Mitteleuropas gelegen führt die europäische Hauptwasserscheide durch die Böhmisch-mährische Höhe. Die westlich abfließenden Gewässer gehören zum Einzugsgebiet der Ostsee, die östlichen zum Einzugsgebiet des Schwarzen Meeres. Durch die erzwungene Hebung der Luftmassen an dem Höhenzug werden Niederschläge ausgelöst, die ein dicht und reich verzweigtes Flussnetz speisen. Die größten unter ihnen sind Sázava, Jihlava, Oslava und Svratka. Wasser ist das prägende Element dieser Landschaft. Die Täler, die der Landschaft ihren heutigen Charakter geben, entstanden durch die Erosionswirkung von Flüssen im Laufe von Jahrmillionen. Neben den natürlichen geodynamischen Prozessen wirkte auch der Einfluss des Menschen landschaftsbildend auf die Region und ließ eine einzigartige Kulturlandschaft entstehen. Die Landschaft ist mit Teichen übersät, die bereits seit dem 13. Jahrhundert in großer Zahl angelegt wurden. Flüsse wurden als Trinkwasserreservoirs aufgestaut, die entstandenen Seen werden aber auch für die aktive Erholung genutzt. Ein Gegensatz zu den Flüssen, Teichen und Sümpfen bilden die Gipfelpartien des Schutzgebietes. Der Gipfel Devět skal ist mit 836 m ü. M. nur ein paar Zentimeter niedriger als Javořice, der höchste Gipfel des Höhenzuges. Durch Verwitterung entstehen bizarre Felsenformen und Felsenschüsseln. Das Labyrinth von Štarkov ist ein zauberhaft-romantischer Ort mit Felsengebilden wie Schluchten, Säulen, Terrassen, Mulden oder Höhlen, die durch Verwitterung entstanden sind.
Das Hügelland bei Žďár nad Sázavou ist ein großartiges Landschaftsschutzgebiet, dessen Täler von Flüssen- und Bächen durchzogen werden. Vereinzelte Felsengebilde und durch Verwitterung entstandener Steinschutt prägen das Bild. Im Schutzgebiet finden Sie eine große Zahl einmaliger Naturreservate, es erwarten Sie Naturerlebnisse von großem Seltenheitswert. „Čtyři palice" ist eine Felsengruppe aus Gneis mit ursprünglicher Vegetation und der Berg „Žákova hora" hütet die Reste eines Urwaldes. In den Torfmoorgebieten bei Radostin (Radostínské rašeliniště) und bei „Velké Dářko" wachsen geschützte Pflanzenarten. Die Ranská-Seen entstanden durch Überschwemmung mittelalterlicher Eisenerzgruben. Mit ihrer seltenen Vegetation bieten sie Amphibien und Schmetterlingen einen geschützten Lebensraum. In dem benachbarten Reservat „Ransko" liegt das Sumpfgebiet „Ranská bahna" mit einem einzigartigen Bestand von Eschen- und Erlenhainen. In den feucht- sumpfigen Wäldern blühen im Frühjahr riesige Flächen mit Märzenbecher (Knotenblumen), die durch ihre sehr frühe Blüte eine wertvolle erste Nahrungsquelle für Insekten darstellen. Im Reservat „Štíří důl" leben geschützte Arten wie z. B. Molche. Auf den Moorwiesen um den See „Řeka" gedeihen geschützte Pflanzen- und Insektenarten.
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