Ein Wochenende in Prag verbringen

Brücken Moldau Prag© Pixabay

Mehr als 20 Millionen Gäste zog es 2017 in die tschechische Republik. Viele davon ließen sich von der faszinierenden Anziehungskraft der „Goldenen Stadt“ Prag in den Bann ziehen. Die wundervolle Altstadt, umgeben von der Moldau, macht die traditionsreiche Stadt zu einer der schönsten Metropolen Europas. Ein Besuch der 1,28 Millionen Einwohner zählenden Stadt lohnt sich in jeder Jahreszeit. Im Frühling und Sommer offenbart sich den Besuchern von den hohen Mauern der Prager Burg ein unvergesslicher Ausblick auf die umliegende Umgebung. Wenn es draußen stürmt, warten in den Gemäuern und Gebäuden Prags einzigartige Kunst- und Kulturschätze, kulinarische Köstlichkeiten und leckere Biere.

Diese Gründe sprechen für einen Kurztrip nach Prag

Viele Gründe sprechen dafür, übers Wochenende die Goldene Stadt zu besuchen:

Auf einem Elektroroller die schönsten Ecken der Hauptstadt erkunden

In der tschechischen Metropole mit historischem Stadtkern haben Touristen die Auswahl zwischen zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten. Neben vielen hervorragenden privaten Airbnb-Unterkünften in der Stadt empfehlen wir insbesondere das Design-Hotel Josef Prag in der Straße Rybna, am Ostufer der Moldau. Das direkte Umfeld des Hotels ist angenehm ruhig, aber in wenigen Gehminuten ist man direkt am Staroměstské náměstí, dem ältesten Platz im historischen Zentrum von Prag in der Nähe der Karlsbrücke. Gäste des Hotels Josef können für drei Stunden kostenlos eine Čezeta leihen und die Stadt mit dem Elektro-Motorroller entdecken, der einst als „kommunistische Vespa“ gefeiert wurde.

Auf der rollenden Designikone lernen abenteuerlustige Reisenden das Gefühl von Freiheit neu kennen, wenn sie durch die engen Gassen der Prager Altstadt düsen. Bevor es in Richtung der ersten Sehenswürdigkeit geht, lohnt sich ein Zwischenstopp an den öffentlichen Touristeninformationen. Dort – wahlweise auch online – erhalten Städtereisende den Prag City Pass. Bereits bei einem zweitägigen Aufenthalt rechnet sich der Citypass. Denn der Eintritt zu vielen bekannten Sehenswürdigkeiten ist mit Kauf des Passes inbegriffen. Ebenso eine entdeckungsreiche Stadtrundfahrt mit dem Bus sowie eine wunderbare Flussschifffahrt auf der Moldau.

Das Herz der tschechischen Hauptstadt schlägt an der Karlsbrücke

Die vielen Touristen, die sich täglich durch das historische Zentrum bewegen, schlagen irgendwann unwillkürlich den Weg zur Karlsbrücke ein. Die nur für Fußgänger geöffnete, belebte Brücke ist zu jeder Tages- und Nachtzeit einen Besuch wert. Wer mit dem Roller in den Morgenstunden vor der Brücke parkt und flaniert, kann in der Dämmerung die ersten Fotos schießen. In den Abendstunden hingegen ist die Brücke – wie in vergangenen Zeiten – romantisch in das Licht der Straßenlaternen gehüllt. Wenngleich sie heute überwiegend als Bindeglied zwischen den Stadtteilen Malá Strana und Staré Město zu verstehen ist: früher war sie eine Pferdebahn und brachte die Passagiere später mit der elektronischen Eisenbahn voran. Heute wecken vor allem die an den Rändern der Brücke emporragenden Heiligenfiguren die Erinnerungen an längst vergangenen Zeiten. Beim Blick auf den Heiligen Christopherus, Johannis den Täufer oder Jan Nepomuk können Reisende den musikalischen Klängen der Straßenmusiker lauschen. Oder sie lassen die zugelassenen Händler die spannenden Geschichten zu den dargebotenen Kunstwerken erzählen.

Von der Prager Brücke zum Altstädter Ring schlendern

Das Tanzende HausDas Tanzende Haus © Pixabay

Weiter geht die erlebnisreiche Sightseeing-Tour von der Prager Brücke aus in Richtung Altstädter Ring. Das „Tor“ zwischen der Neustadt und der Altstadt bildet der Pulverturm, dessen Name sich aus dem einst im Inneren gelagerten Schwarzpulver ableitet. Nach einem kurzen Fußmarsch ist der Altstädter Ring mit dem beeindruckenden historischen Rathausplatz sichtbar. Zur vollen Stunde tummeln sich besonders viele Menschen auf dem Platz, um einen Blick auf die berühmte Staromestsky Orloj – die astronomische Uhr – zu erhaschen. Doch auch dann, wenn die kleinen Figuren auf der Uhr unbewegt dastehen, ist das Gebäude ein einzigartiges Zeugnis der architektonischen Vergangenheit.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Rathausplatzes lässt sich die Sightseeingtour mit einem Buch des Geburtshauses von Franz Kafka sowie dem Besuch des jüdischen Viertels fortsetzen. Im Stadtteil Josefstadt unweit des Altstädter Rings tragen die Pinkas Synagoge oder die Altneu-Synagoge ein Stück jüdische Geschichte in sich. Ebenso der alte jüdische Friedhof, der im 15. Jahrhundert angelegt wurde. Die geheimnisvollen Grabsteine, welche den Toten ein Denkmal geben, stehen besonders dicht. Denn die Menschen stapelten die Verstorben aus Platzmangel angeblich in bis zu neun Schichten aufeinander.

Hoch auf dem Berg Hradschin die 1000 Jahre alte Prager Burg besichtigen

Vom Altstädter Ring führt die kurze Spritztour mit dem Elektro-Motorroller bis zum imposanten Berg Hradschin. Hinter den Burgtoren verbirgt sich beinahe eine eigene kleine Stadt. Denn die Prager Burg, die Heilig-Kreuzkapelle oder das Goldene Gässchen lassen sich nicht binnen einer Stunde besichtigen. Die mit Gold hantierenden Alchemisten waren es, welche der Goldenen Gasse zu ihrem Namen verhalfen. Wer ein besonderes Interesse fürs Mittelalter hegt, kann im Obergeschoss die einstigen Ritterrüstungen betrachten.

Einmal oben auf dem Gelände, versäumen Kunstinteressierte keinesfalls einen Rundgang durch den altehrwürdigen gotischen Veitsdom, dessen Bau insgesamt fünf Jahrhunderte andauerte. Zwar ist es ein etwas längerer Treppenaufstieg bis zum 99 Meter hoch gelegenen Hauptturm. Doch von oben ist der Ausblick über die ganze Stadt als mehr als ausreichende Belohnung anzusehen.

Prag, die Stadt des Bieres

Was wäre die tschechische Hauptstadt ohne ihr Bier? In den landesweiten mehr als 40.000 Kneipen, Restaurants und Bars konsumieren die Tschechen jährlich 140 Liter Bier. Wer direkt nach einer abwechslungsreichen Sightseeing-Tour ein frisch gezapftes Bier genießen möchte, geht in das bei Einheimischen beliebte Týnská 6. Im „Goldenen Tiger“ heißen die Betreiber ihre Gäste mit günstigen Bierpreisen willkommen.

Weitere Infos zum Thema: