Das Riesengebirge - Krkonoše

Riesengebirge - KrkonošeLadislav Renner © CzechTourism

In dem höchsten tschechischen Gebirge entspringt der größte Fluss Tschechiens, die Elbe. 1953 wurde das Riesengebirge zum Nationalpark erklärt und steht seit dem unter Naturschutz. Große Teile wurden zusätzlich als Biosphärenreservat unter den Schutz der UNESCO gestellt.
Durch die Kraft der Gletscher entstanden hier Täler wie der Elbgrund "Labský důl", die Elbklamm "Labská soutěska", der Riesengrund "Obří důl" oder das Weißwassertal "Údolí Bílého Labe". Im Elbgrund gibt es einige stufenartige Wasserfälle. Der höchste Berg ist die "Sněžka", die Schneekoppe, mit 1 602 m

Ebenfalls besonders augenfällig sind die Gipfel des Brunnbergs "Studniční hora", des Wiesenbergs "Luční hora" und der Ziegenrücken "Kozí hřbety". Die Berge sind überwiegend mit Fichtenwald bedeckt. Jedoch gedeihen hier auch Pflanzen aus verschiedenen klimatischen Zonen auf engstem Raum. Hier entwickelten sich sogar einmalige Arten, wie das Habichtskraut und die Riesengebirgsvogelbeere. Auf den Hochflächen gibt es unzählige Torfmoorgebiete wie z.B. auf der Teufelswiese "Čertova louka" und auf dem Silberrücken "Stříbrný hřbet" oder an den Quellen des Baches Úpa. An den Berghängen haben die Menschen seit Jahrhunderten Berghütten errichtet. Sie dienten den Hirten als Unterkunft und wurden als Heulager genutzt. Die Berghütte Luční bouda ist die größte und älteste unter ihnen. Heute dienen manche Hütten als Restaurants oder Urlaubsquartiere.

Obwohl es sich beim Riesengebirge um das höchste, bekannteste und meistbesuchte Gebirge der Tschechischen Republik handelt, nimmt der Gebirgszug selbst eine relativ kleine Fläche ein. Die Luftentfernung zwischen dem an seinem Nordwestrand gelegenen Harrachov und dem im östlichsten Zipfel gelegenen Žacléř ist nicht größer als annähernd 36 Kilometer. Trotz seiner relativ hohen Besiedlungsdichte ist das aus ökologischer Sicht außerordentlich wertvolle Gebirge bereits im Jahre 1963 fast flächendeckend zum Nationalpark erklärt worden. Ausgezeichnete Schneeverhältnisse, gute Zugänglichkeit und unzählige vorzügliche Skiterrains sowohl für den alpinen als auch den nordischen Skilauf sind der Grund dafür, dass die Skizentren im Riesengebirge in den meisten Parametern die übrigen Skigebiete der Tschechischen Republik übertreffen und, was die Qualität und Differenziertheit der touristischen Dienstleistungen anbelangt, durchaus mit den bekannteren Skigebieten der Alpen-Region konkurrieren können.

Riesengebirge - KrkonošeLadislav Renner © CzechTourism

Die Tatsache, dass es nicht nur im Riesengebirge selbst, sondern auch in seinem ausgedehnten Vorland außerordentlich viele Skigebiete gibt, garantiert dem Besucher eine gute Auswahl, bei der er sich u. a. nach der Größe, Ausstattung, Geländebeschaffenheit bzw. dem Preisniveau des jeweiligen Skiortes richten kann. Auch Hotel, Ferienhaus und Pension sind preislich attraktiv. Die Anhänger des Skilanglaufs finden in den höchsten Kammlagen des Riesengebirges und auf den weiten Hochplateaus mit ihren charakteristischen Wiesen. Zwergkiefern und Hochmooren ideale Bedingungen vor. Die hiesigen Kammwege ermöglichen wunderschöne, weite Aussichten, sind aber auch mit Gefahren verbunden, die sich aus der oft wechselnden Witterung ergeben können. Deshalb erfreuen sich die zumeist vom Wald geschützten, fachgerecht präparierten Langlauf-Areale an den Bergabhängen und in den Bergtälern einer ständig wachsenden Beliebtheit.

Im Bereich des alpinen Skilaufs gilt Špindlerův Mlýn (Spindlermühle) als das bekannteste Wintersport- und Skizentrum im Riesengebirge. Was die Atmosphäre und die breite Palette begleitender Dienstleistungen anbetrifft, so kann das Skigebiet Harrachov mit Špindlerův Mlýn verglichen werden. An Länge, Differenziertheit und Qualität der Abfahrtspisten kann wiederum das beliebte Skiareal Rokytnice nad Jizerou im Vergleich mit Špindlerův Mlýn bestehen. Des weiteren zählen Janské Lázně und Pec pod Sněžkou zu den fünf bekanntesten Skizentren im Riesengebirge.

Die Stadt Vrchlabí (Hohenelbe), die mehrere Schlepplifte und Abfahrten am Stadtrand anbieten kann, wird als Eintrittstor ins zentrale Riesengebirge bezeichnet. In Herlikovice, einem Randgebiet von Vrchlabí, liegt das Skiareal am Berg Žaly, zum gegenüberliegenden Bergkamm führen wiederum mehrere Schlepplifte mittlerer Länge, die von der Gemeinde Strážný aus zugänglich sind und gern unter anderem als Ausgangspunkt zu ausgedehnteren Bergtouren genutzt werden. Das gemütliche Skigebiet Benecko ist einerseits wegen seiner vorzüglichen Langlaufloipen mit Anbindung an das Langlauf-Renn-Areal Horní Mísečky, andererseits wegen der dortigen Abfahrtsstrecken unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades bekannt. Beliebt sind auch das kleinere Skiareal Aldrov wie auch die Skiwiesen und Schlepplifte von Vítkovice.

Am Ostrand des Riesengebirges können vor allem die Stadt Žacléř und die Grenzgemeinde Horní Malá Úpa nicht nur gute Möglichkeit für Skitouren, sondern auch leichtere Abfahrten mittlerer Länge sowie die dazugehörigen Schlepplifte anbieten. Abgesehen davon gibt es im Riesengebirge wie auch Riesengebirgsvorland viele andere Skiareale und "Arealchen", die mit einem oder mehreren Schleppliften ausgestattet sind und die man durchaus kennenlernen sollte.

Was das Riesengebirgsvorland anbelangt, so kann auf das Städtchen Paseky nad Jizerou hingewiesen werden. Die dortigen sonnigen Bergwiesen und relativ langen Abfahrtsstrecken sind nicht nur ein ideales Skigelände für Familien mit Kindern, sondern werden häufig auch von fortgeschritteneren Skiläufern aufgesucht.

Weitere Infos zum Thema: