Taschendiebe und Betrüger: 12 Touristenfallen in Tschechien

Taschendiebe und Betrüger© Pixabay

Überteuerte Waren und Dienstleistungen

Auch in Tschechien muss man damit rechnen, dass in unter Touristen beliebten Gegenden viele Waren und Dienste überteuert angeboten werden. Es wird angenommen, dass die Touristen sich in den Preisniveaus nicht orientieren können und damit auch unbegründet hohe Preise bezahlen.
Vor allem Speisen, Souvenirs und Produkte die als „typisch tschechisch“ bezeichnet werden, sind in nicht-touristischen Restaurants und Geschäften für deutlich niedrigere Preise zu bekommen.

In dieser Hinsicht ist hauptsächlich das Zentrum Prags betroffen. Die Souvenirs, die auf der Straße angeboten werden, sind fast immer überteuert.

Die Kollegen von Stream.cz haben die ihrer Meinung nach 10 schlimmsten Prager Touristenfallen in einem Video zusammengestellt:

Geldwechsel

Geld wechseln auf der Straße sollten Sie auf keinen Fall, das braucht heutzutage niemand mehr zu tun und es handelt sich fast immer um Betrug (mehr zum Thema Geldwechsel). Bei den Wechselstuben sollten Sie sorgfältig den Umrechnungskurs ermitteln, hier wird oft mit der "Kommission" getrickst.

Taxi

Ein Taxi bestellen Sie lieber telefonisch oder an einem der Taxistände, die beispielsweise in Prag mit einer gelben Infotafel bezeichnet sind; und fragen Sie vorab nach dem ungefähren Preis. Es gibt noch Taxifahrer, die mit manipuliertem Taxameter oder ohne eins zu besitzen mit hohen Kilometer- oder Pauschalpreisen Gäste betrügen. Am besten vorher den Fahrpreis vereinbaren, bzw. aufschreiben lassen. Oder Sie lassen pfiffige Apps für Smartphones schnell die voraussichtlichen Kosten der Fahrt ausrechnen.

Oder nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel - das ist fast immer deutlich günstiger und oft auch nicht langsamer. Zum Beispiel in Prag sind die meisten Orte sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Dazu sind die Straßen im Zentrum Prags tagsüber oft so überfüllt, dass es beim Taxifahren zu langen Wartezeiten im Stau kommt, die natürlich auch etwas kosten. Schwarzfahren in der Metro und Strassenbahn wird geahndet.

Gefälschte Markenware

Produkte mit Namen weltbekannter Designer oder teurer Marken, die auf Märkten und nicht im Fachhandel gekauft werden, sind fast immer Fälschungen. Lesen Sie dazu auf unserer Seite zu Produktfälschungen weiter.

Mangelhafte Kraftstoffqualität an Tankstellen

Auf der Seite zu tschechischen Tankstellen wird über aufgetretene Probleme bei der Qualität von Benzin und Diesel durch das Panschen von Kraftstoff informiert.

Parken

Beim Parken auf der Straße achten Sie auf die Informationsschilder: „Bez omezení“ heißt „unbegrenzt“, mit Ausdrücken wie „parkovací lístek“ oder „parkovací karta“ ist dagegen ein Parkschein gemeint, der am Parkautomaten zu holen ist (mehr zum Thema Parken in Prag) Wenn Sie die Parkhinweise nicht beachten, kann es dazu führen, dass Sie eine Strafe bezahlen müssen, dass Ihr Auto eine Parkkralle bekommt oder sogar abgeschleppt wird. In dem Fall dann am besten die Stadtpolizei anrufen (allgemeine Notrufnummer 156) oder die Polizei (Notrufnummer 158) um zu erfahren, ob das eigene Fahrzeug abgeschleppt wurde. 

Einkaufen

Bei jedem Einkauf haben Sie immer Anspruch auf eine Quittung. Dadurch können Sie die Waren später reklamieren.

Taschendiebe

Generell muß vor Taschendieben und Trickbetrügern, speziell im Zentrum Prags gewarnt werden. Entsprechende Hinweise finden Sie in öffentlichen Verkehrsmitteln und Einrichtungen. Weil das Zentrum Prags recht klein ist und sich dort viele Touristen aufhalten, ist die Gefahr von Kamera- und Handtaschen-Diebstählen im Gemenge sehr groß. Passen Sie daher auf Ihre Wertsachen besonders auf, lassen Sie nichts unbeaufsichtigt und achten Sie auf ungewöhnliche Situationen! Sehr beliebt ist der Diebstahl beim Ein- und Aussteigen der Strassenbahn. Melden Sie jeden Vorfall der Stadtpolizei (Notrufnummer 156).

Hotel & Pension

Für das Parken in Hotels und Pensionen werden oft Gebühren verlangt, die speziell in den Großstädten hoch ausfallen können. Parken in Prag in Hotels kann bis zu 40,- Euro pro Nacht kosten. Fragen Sie deshalb vorher nach dem Preis oder erkundigen Sie sich nach den erlaubten Parkzonen in der Nähe des Hotels. Legen Sie Wert auf diebstahlsicheres Parken, empfehlen sich gesicherte Garagenparkplätze, bewachte Parkhäuser und Tiefgaragen.

Geldwechsel direkt im Hotel ist zwar bequem, wird aber nicht empfohlen. Es ist hier wie früher mit dem Telefonieren vom Hotelzimmer aus: in die Preise ist der Hotelservice eingeschlossen - Sie erhalten daher einen ungünstigen Wechselkurs. Verfahren Sie lieber so wie auf der Seite zum Geldwechsel beschrieben.

Restaurant und Bierkneipe

Stehen in Restaurants zB. Brot und Nüsse bereits auf dem Tisch, werden sie meist ungefragt berechnet, wenn der Gast davon nimmt. Der Betrag ist in der Regel nicht hoch, aber man fühlt sich übers Ohr gehauen. In den tschechischen Kneipen (tsch. Hospoda, Pivnice) werden die Biere oft auf einem Bierdeckel angestrichen. Man sollte nur so viel trinken, dass man sich noch an die Anzahl der getrunkenen Biere erinnern kann. Hier wird gerne mehr geschrieben. Achten Sie auch auf das Trinkgeld - es ist öfter bereits auf der Rechnung mit angegeben. Dann müssen Sie auch kein Trinkgeld (üblich wäre ca. 10 %) mehr geben.

Autoaufbruch und Autodiebstahl

Prag ist ein beliebter Tummelplatz osteuropäischer Autoknacker und Autobanden, die Fahrzeuge aufbrechen, um Wertsachen, Autoradios oder Navis etc. zu stehlen oder gleich das ganze Fahrzeug entwenden. Es wird empfohlen, keine Wertsachen im Auto zu lassen bzw. den Wagen in einer (Hotel-) Tiefgarage oder einem bewachten Parkplatz abzustellen. Sinnvoll ist ferner, von aussen deutlich sichtbare Wegfahrsperren, wie zB. Lenkradkrallen, im Auto anzubringen, um die Täter vom Diebstahl abzuhalten.

Polizisten

Es muss vor teilweise unseriösem Verhalten tschechischer Polizisten gewarnt werden. Es wird berichtet, dass bei geringen Anlässen besonders ausländische Autofahrer von der Verkehrspolizei "zur Kasse gebeten" werden. Durch die Sprachbarriere und die Androhung des Einbehalts vom Führerschein werden Touristen genötigt höhere Bußgelder zu zahlen. Ferner kommt es vor, dass das Verwarnungsgeld von den Polizisten nicht ordnungsgemäß in der Wache abgerechnet wird. Beim eventuellen Zahlen einer Geldbuße für ein Straßenverkehrsdelikt muss Ihnen eine Quittung (heißt „blok“) über die bezahlte Ordnungsstrafe (bloková pokuta) ausgestellt werden, die einen Stempel und eine Unterschrift des Polizisten beinhaltet.

Falsche Polizisten

Unter dem Vorwand einer Drogen- oder Falschgeldkontrolle fordern als Polizisten verkleidete Betrüger Touristen auf, ihr Geld vorzulegen. Bei dieser Kontrolle wird den Touristen dann das Geld entwendet. Rechtmäßige Polizisten dürfen bei einer Straßenkontrolle lediglich die Identität prüfen - weitere Untersuchungen dürfen dann ausschließlich im Polizeipräsidium erfolgen.

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